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Chrisitan Gössel, Kempen

Orgelimprovisation zum Stummfilm

"Nosferatu" (1922)

 

Freitag, 14. Juli, 20:00Uhr, Propsteikirche Kempen

Programm_Juli_2017_Propsteikirche.pdf
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Christian Gössel, in Kempen geboren, erhielt ersten Orgelunterricht beim Basilikaorganisten in Kevelaer, Elmar Lehnen. Es schloss sich ein Studium der katholischen Kirchenmusik an der Universität der Künste Berlin an, welches er 2013 mit dem Masterabschluss erfolgreich beendete.

Zu seinen Lehrern zählten dort u. a. Paolo Crivellaro (Orgel-Literaturspiel), Wolfgang Seifen (Orgel-Improvisation), Kai-Uwe Jirka (Chorleitung) und Harry Lyth (Orchesterleitung). Anschließend folgte, ebenfalls an der Universität der Künste Berlin, ein Aufbaustudium Orgelimprovisation bei Wolfgang Seifen, das er im Sommer 2015 mit dem Masterabschluss (Konzertexamen) mit Auszeichnung beendete. Weitere Impulse erhielt er im Rahmen von Meisterkursen, so z.B. bei Jean Paul Imbert (Paris) und Volker Hempfling (Köln/Düsseldorf).

Neben seiner Tätigkeit als Organist und Improvisator ist Christian Gössel vielfach als Chorleiter tätig und war Lehrbeauftragter für Chorleitung an der Universität der Künste Berlin. In diesem Rahmen leitete er von 2014 bis 2015 den Kapellchor des Staats- und Domchores Berlin und arbeitete mit Chören wie der Sing-Akademie zu Berlin, dem Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Kammerchor Berlin zusammen.

Darüber hinaus war er vier Jahre lang als Assistent beim Hochschulchor der Universität der Künste Berlin angestellt. Seit Oktober 2015 ist er als Kirchenmusiker der Pfarrgemeinde St. Mariae Geburt Kempen tätig.

 

Orgelimprovisation

zum Stummfilm

 

 „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“

 

Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau

Deutschland, 1922

u.a. mit Max Schreck, Greta Schröder, Gustav von Wangenheim

 

Eine Geschäftsreise führt den ahnungslosen Makler Hutter aus der Hafenstadt Wisborg nach Transsilvanien. Dort begegnet er dem unheimlichen Grafen Orlok. Orlok reist nach Wisborg und bringt die Pest und den Tod in die kleine Stadt. Hutters Frau Ellen sieht nur eine Möglichkeit, die Stadt zu retten …

 

Der nach Motiven des Schauerromans „Dracula“ entstandene Film von Friedrich Wilhelm Murnau wurde 1922 uraufgeführt und gilt heute längst als Stummfilmklassiker. Mit seiner visuellen Gestaltung übte er großen Einfluss auf das Genre der bis heute populären Horrorfilme aus, wobei sich das Grauen nicht aus vordergründiger Gewalt, sondern eher unterbewusst durch die Kontraste zwischen dem starren Vampir Nosferatu (Max Schreck) und dem jugendlichen Helden Hutter (Gustav von Wangenheim) sowie der gegensätzlichen Schauplätze ergibt. Vor allem die zahlreichen und aufwändig gedrehten Außenaufnahmen waren für damalige Verhältnisse ungewöhnlich und besonders. In den Augen vieler damaliger Kritiker übertrug der Film Tendenzen der literarischen Fantastik, etwa von E.T.A. Hoffmann, auf den Film und reiht sich somit in eine ganze Reihe von expressionistischen Filmen der 20er Jahre in Deutschland ein.